Akame Ga Kill

Rating: 6.8 / 10

2014

24 Episoden à 25 Minuten

1 Season

Airing Finished: Ja

Director: Tomoki Kobayashi

Kommentar:

Die Drama-lastige, epische Version von Seven Deadly Sins sollte man sich als Anime-Liebhaber nicht entgehen lassen. Anders als bei Seven Deadly Sins konzentriert man sich in dieser Serie auf die Herkunft der "Superhelden". Sie alle besitzen eine ausserordentliche Kampf-Fähigkeit und wollen das Böse aus der Kaiserstadt vertreiben bzw. besiegen.

Die Geschichte greift vor allem am Anfang gut an, ist zwar nicht speziell oder einzigartig, setzt das Ziel jedoch erfolgreich um. Comedy ist hier nur vereinzelt zu finden. Es gibt zwar Jokes, die ein kurzes Schmunzeln auslösen, welches nach ein paar Minuten jedoch vom Ernst der Geschichte aufgeholt wird.

Charakterlich entwickeln sich die Figuren nicht wirklich weit, nur kampftechnisch scheinen sie weiterzukommen. Unklar scheint mir die Position des Protagonisten: Wer ist es? Wer steht eigentlich im Mittelpunkt der Geschichte? Ist es Tatsumi, der Jüngling der Gruppe, mit dem die Serie anfängt? Oder ist es Akame, der die Titel der Episoden gewidmet wird?

Die kleine Romanze zwischen Mine und Tatsumi schraubt den Liebes-Effekt hoch, doch erwarten dürfte man aufgrund tragischen Endes schliesslich nicht zu viel.

Das Ende lässt sich nicht als Happy-End bezeichnen. Sämtliche Charaktere sterben im Kampf unter anderem auch Tatsumi, bei dem man als Identifikationsfigur nicht erwartet hätte, dass auch er sein Leben verliert. Akame bleibt als Einzige (nebst der Anführerin) am Leben, was mich zu einem etwas unzufriedenen Rating bringt.

Die letzte Episode besteht hauptsächlich aus dem End-Kampf zwischen Akame und Esdeath (böse Gegnerin) nachdem in der zweitletzten Folge Tatsumi gestorben ist. Ich fragte mich, warum ich nun noch zu Ende schauen sollte, denn der einzige Charakter mit dem sich der Zuschauer identifizieren könnte, stirbt.

Alles in allem: Eine epische Erzählung, die meine Erwartungen am Ende leider nicht erfüllten. Sicherlich war Akame Ga Kill wegweisend für spätere Serien, kann man aber nur als "BETA"-Version eines Animes bezeichnen, da er in seinen wichtigsten Elementen einen einfachen Stil bevorzugt und das Ende darauf leider unvollständig wirkt.

Empfehlen: Ja, aber als Nicht-Weeb nicht notwendig.

Rating (2020): 6.8